
10.09.2026 um 11:00 – Bundesweiter Warntag
9. September 2026
Gemeindefeuerwehr Edewecht übt Sonderlagenkonzept bei Funk- und Fahrübung
19. September 2026Am Sonntagmorgen stand bei der Ortsfeuerwehr Edewecht ein besonderes Ausbildungsangebot auf dem Programm: Ein freiwilliger Sonderdienst speziell für Atemschutzgeräteträger. Insgesamt 15 Kameradinnen und Kameraden nutzten ihren freien Sonntag, um ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten in diesem lebenswichtigen Bereich weiter zu vertiefen.
Der Dienst startete zunächst mit einem fundierten theoretischen Teil. Hierbei lag der Fokus auf dem korrekten und zügigen Ausrüsten unter Atemschutz auf der Anfahrt sowie der Handhabung der einsatzspezifischen Zusatzausrüstung. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Theorie war die Einsatztaktik bei Gebäudebränden. So wurden die Auswirkungen und der richtige Einsatz von Hochleistungslüftern besprochen sowie der sogenannte „Fensterimpuls“ zur gezielten und effektiven Brandbekämpfung und Entrauchung analysiert.
Nach der Theorie ging es für die 15 Teilnehmer an die praktische Umsetzung. Diese wurde in zwei anspruchsvolle Stationen unterteilt:
Station 1: Personensuche und Truppkommunikation
An dieser Station lag der Schwerpunkt auf dem systematischen Vorgehen und der Kommunikation innerhalb des Trupps. Zunächst übten die Einsatzkräfte das korrekte Setzen eines mobilen Rauchvorhangs. Dieser ist im Einsatzfall entscheidend, um rauchfreie Bereiche (wie etwa Treppenhäuser) zu schützen und eine Rauchausbreitung zu verhindern. Im Anschluss galt es, einen Raum unter simulierten Nullsicht-Bedingungen abzusuchen, um eine vermisste Person (dargestellt durch eine Übungspuppe) mithilfe der Wärmebildkamera (WBK) gezielt zu lokalisieren. Eine anschließende Menschenrettung wurde hierbei bewusst ausgeklammert – der Fokus lag voll und ganz auf der taktischen Absprache, dem richtigen Einsatz der WBK und dem sicheren Vorgehen im unbekannten Raum.
Station 2: Schlauchmanagement im Innenangriff
Ein schneller und sicherer Löschangriff im Gebäude steht und fällt mit dem richtigen Umgang mit dem Schlauchmaterial. An der zweiten Station wurde daher das Schlauchmanagement in verwinkelten Gebäudestrukturen und engen Treppenräumen intensiv trainiert. Ziel war es, das Vorgehen so zu optimieren, dass Schläuche effektiv nachgezogen werden können, ohne sich an Kanten oder Türen zu verheddern.
Einsätze unter schwerem Atemschutz gehören zu den körperlich und mental anspruchsvollsten Aufgaben bei der Feuerwehr. Umso wichtiger ist es, die Handgriffe regelmäßig zu trainieren, damit im Ernstfall jeder Schritt blind sitzt. Ein großer Dank gilt den Teilnehmern und Ausbildern, die an diesem Sonntagmorgen ihre Freizeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Edewecht investiert haben.















