
Geschichte 13 – Die Flamme im Weihnachtsmarktstand
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Geschichte 15 – Zündelei im Wald
15. Dezember 2025
Es war der 14. Dezember in Edewecht – ein Tag, an dem die ersten Familien bereits ihre Weihnachtsbäume aufstellten. Auch in der Feuerwehrwache stand ein kleiner Baum in der Ecke, geschmückt mit selbstgebastelten Figuren und einer ganz sicheren LED-Lichterkette.
Ede saß gerade an seinem Schreibtisch und überprüfte die letzten Sicherheitspläne für das Wochenende, als das Funkgerät laut wurde:
„Brandalarm, Hufstraße 17. Weihnachtsbaum umgestürzt. Flammen im Wohnzimmer gemeldet.“
Ede reagierte sofort. Helm auf, Jacke zu, Handschuhe an – und schon raste das Löschfahrzeug durch die engen Straßen. Die Reifen knirschten im Schnee, und der Himmel war grau vor aufziehenden Schneewolken.
Als Ede ankam, sah er schon Rauch aus dem Fenster quellen. Auf dem Gehweg stand eine Familie: ein Vater, eine Mutter und ein Kind, das fest ein Stofftier hielt. Der Vater rief: „Der Baum! Die Kerze! Ich wollte ihn gerade noch festbinden…“
Ede nickte und stürmte mit seiner Ausrüstung ins Haus. Die Haustür stand offen. Der Rauch war bereits dicht. Im Wohnzimmer war der Baum umgestürzt. Ein Teil lag auf dem Sofa, das andere gegen den Vorhang. Einige Zweige brannten. Das Feuer hatte bereits das Tuch unter dem Baum erfasst.
Ede reagierte schnell. Mit der Löschdecke, die er immer dabei hatte, erstickte er die Flammen am Boden. Danach löschte er die restlichen Glutnester mit dem tragbaren Sprühgerät. Das Feuer war nach wenigen Minuten unter Kontrolle.
Der Raum war verraucht, aber die Struktur des Hauses nicht beschädigt. Ede öffnete alle Fenster und prüfte die Steckdosen und Möbel in der Nähe. Dann trat er wieder nach draußen.
„Alle gesund?“, fragte er.
Die Familie nickte, das Kind sah Ede mit großen Augen an. „Du hast unseren Baum gerettet?“
Ede schmunzelte. „Nicht ganz. Aber ich habe verhindert, dass er das ganze Haus mitnimmt.“
Der Vater trat vor. „Ich hatte den Baum heute erst gekauft. Er war noch ein bisschen wackelig. Die Kerzen wollte ich nur für ein schönes Foto anzünden…“
Ede nickte ernst. „Echte Kerzen am Baum sind immer gefährlich – vor allem, wenn der Baum nicht fest steht. Wenn er kippt, kann es schnell brennen.“
Die Mutter sagte leise: „Und wir dachten, das sei so romantisch…“
„Es ist auch schön“, antwortete Ede. „Aber Schönheit darf keine Gefahr sein. Es gibt heute LED-Kerzen, die aussehen wie echte Flammen – manche flackern sogar. Aber sie brennen nicht. Und sie können nicht umkippen.“
Das Kind sagte: „Wir hätten lieber keine Angst als ein schönes Foto.“
Ede lächelte. „Das ist sehr klug gesagt.“
Er erklärte noch einmal, wie man einen Baum richtig sichert: Mit einem stabilen Ständer, Abstand zu Möbeln und Vorhängen und – wenn überhaupt echte Kerzen verwendet werden – nur unter Aufsicht, mit Wassereimer und Feuerlöscher in der Nähe.
„Und besser: Lasst es ganz. LED ist sicherer.“
Die Familie bedankte sich herzlich. Der Vater half sogar beim Einladen der gebrauchten Ausrüstung. „Ich werde morgen einen neuen Ständer kaufen. Und neue Lichter.“
Ede klopfte ihm auf die Schulter. „Das ist der beste Schritt, den man nach einem Schreck machen kann.“
Zurück in der Wache hängte Ede ein neues Schild über den Baum:
„Steht sicher – brennt nicht – macht Freude.“
Dann schrieb er seinen Einsatzbericht und dachte darüber nach, wie viele schöne Momente fast gefährlich werden – nur weil man nicht an das „Was wäre wenn“ denkt.
Brandschutztipp von Ede:
„Ein Weihnachtsbaum muss sicher stehen – fest im Ständer, mit Abstand zu Vorhängen, Möbeln und Teppichen. Echte Kerzen sind brandgefährlich. Verwende LED-Kerzen – sie flackern wunderschön und sind viel sicherer. Und: Nie unbeaufsichtigt brennen lassen!“

