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Brandschutzerziehung 2025 – Ortsfeuerwehr Edewecht engagiert sich für die Sicherheit der Kinder
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Es war der 20. Dezember in Edewecht. Draußen war es so kalt, dass sogar die Straßenlaternen kleine Eiskristalle trugen. Die Menschen packten sich in dicke Jacken, und in vielen Häusern wurde kräftig geheizt.
Auch Ede, der Feuerwehrfuchs, hatte an diesem Morgen den Heizlüfter im Bereitschaftsraum kurz laufen lassen – mit Abstand zu allem, wie es sich gehört. Danach kontrollierte er die Fahrzeuge, als der Funkalarm kam.
„Brandgeruch in einem Kinderzimmer, Fasanenweg 6. Mutter meldet verdächtigen Rauch unter der Bettdecke.“
Ede runzelte die Stirn. Unter der Bettdecke? Er griff sich seine Ausrüstung und fuhr los.
Das Haus lag in einer ruhigen Siedlung. Vor dem Gartenzaun stand eine Frau mit zwei kleinen Kindern. Eines der Kinder hatte noch Schlafanzug an, das andere hielt ein Kuscheltier. Die Frau winkte aufgeregt.
„Es kam Qualm unter der Decke hervor! Ich habe sofort das Fenster geöffnet und den Stecker gezogen!“
„Gut reagiert“, sagte Ede, sprang aus dem Fahrzeug und betrat das Haus.
Im oberen Stockwerk war es warm, fast stickig. Im Kinderzimmer lag ein typisches Bild der Winterzeit: Ein kleines Bett, Decke zurückgeschlagen, ein Haufen Kuscheltiere – und in der Mitte eine elektrische Wärmflasche. Die Gummihülle war geschmolzen, das Heizkabel schwarz an einer Stelle.
Ede prüfte mit der Wärmebildkamera die Matratze und den Teppich – keine Glut, aber deutliche Hitze. Er zog das defekte Gerät ganz ab, trug es nach draußen und lüftete das Zimmer gründlich.
„Die Flasche lag unter der Decke, richtig?“, fragte er die Mutter.
„Ja. Ich hatte sie schon vor dem Einschlafen aufgeheizt und dann vergessen, sie rauszunehmen. Es war so kalt gestern Abend.“
Ede nickte. „Viele machen das. Aber elektrische Wärmflaschen oder Heizkissen dürfen niemals überdeckt werden – und schon gar nicht unbeaufsichtigt.“
Er zeigte ihr die Stelle, an der das Kabel durchgeschmort war. „Das Gerät war wohl älter. Vielleicht war das Thermostat schon defekt. Dann staut sich die Hitze, und es kann brennen – sogar in der Matratze.“
Das ältere Kind fragte leise: „Gibt es jetzt kein warmes Bett mehr?“
Ede lächelte. „Doch. Aber auf sichere Weise. Zum Beispiel mit einer normalen Wärmflasche mit heißem Wasser – aber auch die bitte gut verschließen und nie direkt auf die Haut legen. Oder einfach ein warmes Kirschkernkissen aus der Mikrowelle.“
Die Mutter nickte. „Ich hatte gehofft, die elektrische wäre bequemer.“
„Sie ist es auch – solange sie funktioniert und man sie richtig verwendet“, sagte Ede. „Aber bei elektrischen Geräten am Bett muss man doppelt aufpassen.“
Er gab ihr eine kleine Checkliste, die er immer dabeihatte. Darauf stand:
Nicht unter Decken oder Kissen verstecken
Nie über Nacht laufen lassen
Nur mit Abschaltautomatik
Keine Beschädigungen am Kabel
Keine Wärmestau-Risiken durch Kuscheltiere oder Plüschdecken
„Diese hier sollte nicht mehr verwendet werden“, sagte Ede und zeigte auf das angeschmorte Gerät. „Und bitte alle anderen im Haushalt prüfen.“
Die Mutter nickte dankbar. „Ich wusste gar nicht, dass das so gefährlich sein kann…“
„Viele wissen es nicht“, sagte Ede. „Deshalb bin ich da.“
Bevor er ging, gab er den Kindern je einen reflektierenden Aufkleber in Sternform. „Für eure Fenster oder Schränke – damit ihr nie vergesst: Warm darf’s sein, aber nie zu heiß.“
Die Kinder strahlten. Und das Bett wurde später mit einem neuen, gut isolierten Kirschkernkissen wieder gemütlich gemacht – ganz ohne Kabel.
Zurück in der Wache schrieb Ede seinen Bericht und hängte einen neuen Spruch an seine Pinnwand:
„Wärme schützt – aber nur, wenn sie sicher bleibt.“
Brandschutztipp von Ede:
„Elektrische Wärmflaschen, Heizkissen oder Heizdecken dürfen niemals unter Decken, Kissen oder Kuscheltieren liegen – die Hitze kann sich stauen und Brände auslösen. Benutze sie nur unter Aufsicht, mit Abschaltautomatik und niemals über Nacht. Alternativen wie Kirschkernkissen oder klassische Wärmflaschen sind oft sicherer.“

