
Sommer 1: Ede und der gefährliche Gasbrenner
16. Juli 2025
Sommer 3: Ede rettet das Planschbeckenfest
23. Juli 2025
Es war einer dieser Tage, an denen schon der Wind nach Sommer roch. Die Sonne stand hoch am Himmel, die Vögel zwitscherten fröhlich und der Spielplatz in Edewecht war voller Kinder. Es roch nach Sonnencreme, Eis und Abenteuer.
Ede der Fuchs saß in seiner kleinen Feuerwehrwache und machte gerade seine Ausrüstung sauber. Da klingelte das rote Notfalltelefon.
*Brrrrring!*
Ede nahm sofort ab. „Feuerwehr Edewecht, Ede am Apparat.“
„Ede!“, rief eine aufgeregte Stimme. „Am Spielplatz hat sich ein Kind die Beine verbrannt! Die Rutsche ist ganz heiß!“
Ede sprang auf. „Ich bin unterwegs!“
Er schnappte sich seinen Rucksack mit dem Erste-Hilfe-Set, zog seine Kappe gegen die Sonne tief ins Gesicht und rannte los.
Am Spielplatz angekommen, sah Ede sofort, dass etwas nicht stimmte. Die kleine Lina saß weinend im Schatten einer Bank, ihre Mama kniete neben ihr. Ein paar andere Kinder standen ratlos bei der Rutsche.
„Was ist passiert?“, fragte Ede ruhig.
Die Mutter erklärte: „Lina ist barfuß die Rutsche hochgeklettert. Die war so heiß von der Sonne, dass sie sich die Beine verbrannt hat!“
Ede kniete sich zu Lina. „Autsch, das tut weh, ich weiß. Aber wir kriegen das wieder hin.“
Er öffnete vorsichtig seinen Erste-Hilfe-Rucksack, holte eine kühle Kompresse heraus und legte sie behutsam auf Linas rote Beine. Lina schniefte, aber sie hörte auf zu weinen.
„Das tut gut“, flüsterte sie.
„Du warst sehr tapfer“, sagte Ede und lächelte.
Dann ging er zur Rutsche. Als er die Hand auf das Metall legte, zog er sie sofort zurück. „Ui, das ist wirklich heiß wie eine Herdplatte!“
Ede schaute sich um. Der ganze Spielplatz lag in der prallen Sonne. Kein Baum, kein Sonnensegel, kein Schatten weit und breit.
Er rief die anderen Kinder zusammen. „Hört mal her, Freunde! Wisst ihr, warum das so gefährlich ist?“
Die Kinder schüttelten die Köpfe.
„Wenn die Sonne lange auf Metall oder Kunststoff scheint, wird es richtig, richtig heiß. Und wenn man barfuß oder mit nackten Beinen draufkommt, kann man sich verbrennen – so wie Lina.“
Ein Junge meldete sich: „Aber ich hab Schuhe an!“
„Das ist super!“, sagte Ede. „Aber auch mit Schuhen kann man stolpern, wenn man sich erschreckt. Und kleine Kinder haben oft ganz empfindliche Haut.“
Er sah sich um. „Am besten wäre es, wenn hier etwas Schatten wäre.“
Da kam der Hausmeister des Spielplatzes vorbei. Ede erklärte ihm, was passiert war. Der Hausmeister nickte. „Ich werde mit der Stadt sprechen. Vielleicht können wir Sonnensegel aufhängen. Und wir stellen ein Schild auf: **Achtung – heiße Flächen!**“
Ede lobte ihn: „Das ist eine tolle Idee!“
Dann wandte er sich wieder den Kindern zu. „Wollt ihr wissen, wie ihr euch schützen könnt?“
Alle nickten neugierig.
Edes Brandschutztipp des Tages:
„Im Sommer wird Metall in der Sonne so heiß, dass man sich verbrennen kann. Deshalb: **Immer zuerst mit der Hand prüfen, ob Spielgeräte heiß sind. Und nie barfuß spielen, wenn die Sonne scheint!** Am besten zieht ihr immer Schuhe an – auch auf dem Spielplatz!“
Am Abend besuchte Ede noch einmal Lina zu Hause. Sie hatte einen Verband und bekam ein Eis – zur Kühlung von innen. „Nächstes Mal ziehe ich Schuhe an“, versprach sie.
„Das ist klug“, sagte Ede. „Und wenn du magst, bringe ich dir morgen ein Feuerwehr-Malbuch vorbei.“
„Jaaa!“, rief Lina und grinste.
Ede lachte. Dann ging er zurück zur Wache – stolz und zufrieden.

