03.05.2012 um 19.40 Uhr – GEMEINDEÜBUNG – Rauchentwicklung in ehemaliger Ziegelei

Gegen 19.40 Uhr ertönten die Meldeempfänger der Ortsfeuerwehr Edewecht. Gemeldet wurde eine starke Rauchentwicklung auf dem ehemaligen Ziegeleigelände in Jeddeloh I. Der Technische Zug des Landkreis Ammerland, der zu diesem Zeitpunkt unterwegs nach Edewecht war um an einer Übung teilzunehmen, wurde kurzerhand um Hilfe gebeten und rückte ebenfalls zur Einsatzstelle an.Vor Ort angekommen stellten die ersten Kräfte fest, dass mehrere Personen im Gebäude vermisst wurden. Starke Verrauchung war in einem großen Hallentrakt und den umliegenden Räumen festzustellen. Eine Person war in einer anderen Halle bei Sandarbeiten verschüttet worden, zwei Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen hatten sich auf dem Gelände ereignet, zwei Personen riefen von einem alten Silo aus um Hilfe und zu allem Überfluss standen einige Fässer mit unbekanntem Inhalt in einer Ecke des Geländes.Ein Szenario, welches für die Kräfte der Ortsfeuerwehr Edewecht und des technischen Zuges zu groß war, um es alleine zu bewältigen. Es wurde Großalarm für alle Feuerwehr der Gemeinde Edewecht ausgelöst. Zum Glück war dies alles nur das Szenario der jährlichen Gemeindeübung der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht, welches der Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff und sein Stellvertreter Uwe Hilgen ausgearbeitet hatten.Die Aufgaben waren schnell verteilt. Während alle verfügbaren Atemschutzgeräteträger zur Personensuche im Gebäude eingesetzt wurden, wurde die verschüttete Person durch die Ortsfeuerwehr Edewecht gerettet. Hierzu sicherte man den Sandkipper so, dass kein Sand mehr nachrutschen konnte.Der erste Verkehrsunfall wurde durch Kräfte der Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn abgearbeitet, der zweite Verkehrsunfall durch die Ortsfeuerwehr Husbäke.Die Rettung der Personen auf dem Silo erfolgte durch die Drehleiter des technischen Zuges unter Hilfe der eigenen Kräfte aus dem Zug.Die Ermittlung des Stoffinhaltes in den Behältern auf dem Gelände wurde durch die Ortsfeuerwehr Edewecht vorgenommen. Zum Glück waren alles Fässer unbeschädigt und es musste nur eine Erkundung der Lage durchgeführt werden.Alle weiteren Kräfte waren mit dem Aufbau der Löschwasserversorgung und der Brandbekämpfung beschäftigt. Für den Aufbau der Löschwasserversorgung war es erforderlich die Landesstraße mit einer Schlauchleitung zu überqueren. Dies führte zu Behinderungen des Verkehrs, was ebenfalls ein Bestandteil der Übung war um das Verhalten der Feuerwehrkräfte in solchen Verkehrssituationen zu üben.In der Halle mussten Personen unter sehr erschwerten Sichtbedingungen durch die Atemschutztrupps gesucht und gerettet werden. Teilweise waren diese in den sehr Verwinkelten Anlagen der ehemaligen Ziegelei versteckt oder in großer Höhe befindlich. Daneben mussten kleine Aufgaben, wie der Einbau eines Gasschiebers, durchgeführt werden.Insgesamt acht Verletzte retteten die Kräfte der Feuerwehr der Gemeinde Edewecht und des technischen Zuges aus dem Gebäude. Fünf Personen mussten aus den Fahrzeugen befreit und gerettet werden. Ein Person war verschüttet und zwei auf dem Silo vom Rückweg abgeschnitten.So kam eine Anzahl von insgesamt 16 Betroffenen zustande. Alle wurden durch die Feuerwehrkräfte gerettet.Sehr zufrieden zeigte sich Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff mit dem Verlauf der Übung. Dies bestätigte ihm auch der Stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Rohlfs, der der Übung, neben Vertretern des Feuerwehrausschusses und der Gemeindeverwaltung, beiwohnte.Ein Dank muss an die Verletztendarsteller gerichtet werden, für die tolle Darstellung. Auch ein großer Dank geht an den Besitzer des Areals, die Firma Müller aus Hollriede, für die Möglichkeit zur Nutzung des kompletten Geländes für diese Übungszwecke.

Insgesamt waren ca. 150 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Übung endete gegen 21.30 Uhr.

Im Einsatz waren:
Ortsfeuerwehr Edewecht mit TLF 16/25, ELW, LF 8/6, RW 1 und LF 16TS
Ortsfeuerwehr Friedrichsfehn mit TLF 8/18 und LF 8
Ortsfeuerwehr Husbäke mit TLF 8/W, LF 8 und RW 1
Ortsfeuerwehr Jeddeloh II mit LF 8/6
Ortsfeuerwehr Osterscheps mit TLF 16/24 und LF 10/6
Technischer Zug mit Kdow, RW 2, DLK 23/12, Kran, TLF 16/25 und LF 8
Gemeindebrandmeister
Johanniter Unfallhilfe Edewecht mit zwei RTW
DRK Bad Zwischenahn mit zwei RTW

 

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